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SICHTPRÜFUNG (VT)

Die Sichtprüfung (auch Visuelle Prüfung oder VT-Prüfung) ist die optische Kontrolle eines Produkts oder Produktteils auf Fehler wie mechanische Beschädigungen, Schmutzablagerungen, Montagefehler, Gratbildung oder Oberflächenrauheiten. Die Sichtprüfung ist das erste und wichtigste Oberflächenprüfverfahren, das zwecks Qualitätssicherung gewöhnlich am Ende oder nach Abschluss der Fertigung zur Anwendung kommt, aber auch an in Betrieb befindlichen Teilen durchgeführt werden kann. Für dieses Prüfverfahren genügt in manchen Fällen das bloße Auge, in anderen Fällen muss man sich technischer Hilfsmittel bedienen. Bei kleinen Fehlern kann eine Lupe oder ein Mikroskop ausreichen, bei schwierigen Geometrien ist unter Umständen der Einsatz von Spiegeln oder Endoskopen erforderlich. Voraussetzung für dieses Verfahren ist neben der visuellen Zugänglichkeit des Prüfstücks eine ausreichende Beleuchtung. Sofern es gelingt, in die Fehlstelle hineinzusehen, ist auch eine Tiefenbewertung des Fehlers möglich.

Folgende Fehler können visuell beurteilt werden:
Beschädigungen mechanisch, wärmetechnisch, chemisch, Schweißnähte (Bindefehler, Anlauffarben, Schweißspritzer etc.)

  • Oberflächenrauheiten
  • Korrosionen
  • Geometrie
  • Verzug
  • Belag
  • Ablagerungen
  • Beschichtungen
  • Durchgänge
  • Rattenschwänze
  • Elefantenhaut
  • Kaltschweißstelle
  • Adern und lose Schülpen

Normative Verweisungen:

DIN EN ISO 17637 2011-05 Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Sichtprüfung von Schmelzschweißverbindungen

DIN EN ISO 17637 2015-12 Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Sichtprüfung von Schmelzschweißverbindungen

DIN EN 13018 2001-07 Zerstörungsfreie Prüfung – Sichtprüfung – Allgemeine Grundlagen (zurückgezogene Norm)

DIN EN 13018 2016-06 Zerstörungsfreie Prüfung – Sichtprüfung – Allgemeine Grundlagen

ASME-Code 2010 + 2011a Addenda / Section V / Article 9 Visual Examination

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